29 März 2008

VL Rund um den Wasserturm in Engers

235 Teilnehmer starten heute beim 20.Volkslauf in Engers „ Rund um den Wasserturm“,dem 1. von 6 Läufen, die im Rahmen des Rhein-Wied Cups ausgetragen werden.

16 Teilnehmer von Meddy´s LWT gehen an den Start. Ob die alle gelesen haben, dass im Eintrittspreis auch ein Geschenkpaket Erdinger-Weissbier und ein Gratis-Gutschein für die Tombola enthalten ist.

Habe mich zwar online angemeldet, aber zu spät um vorab noch zahlen zu können. Sicherheitshalber bin ich dann schon um 14.15 Uhr vor Ort um mich nachzumelden. Kein Problem! Ich betrachte schon sehnsüchtig die riesige Kuchentheke. Jessica entdecke ich in Zivil, bewaffnet mit ihrer kleinen Kamera, um Fotos für den Verein zu machen.

Auch unser Cheftrainer Wolfgang erscheint überraschend. Frage: Was zieht man bei diesem Wetter an, eigentlich müsste man sagen, was ziehe ich aus? Wolfgang meint, er friere richtig,
und läuft wieder „warm angezogen“. Die Umstellung aus dem warmen Spanien fällt ihm schwer.

Die Sonne sorgt für richtig warmes Wetter. Ich höre auf den Rat von Antje „Nur im Shirt laufen, ohne was drunter“. Nach dem Warmlaufen testen wir nochmals die über mehrere Etagen übereinander verteilten Toiletten, dann geht es an den Start.

Ich find jede Strecke interessant, die für mich neu ist. Jeder stellt sich beim Lesen der Ausschreibung irgendwie die Strecke vor. Dort steht: 10 km ebene befestigte Wege, ca. 50 % Asphalt. Zumindest die ersten Kilometer sind für meine Begriffe zum größten Teil nicht befestigt, sondern wir laufen z.T. direkt neben der Bundesstraße auf einem schmalen, holprigen Pfad, wo man sich sehr konzentrieren muss, um nicht zu stolpern oder in ein Loch zu treten.

Bei km 2 schaue ich auf meine Uhr – bin noch knapp im 5er Schnitt. Die Sonne knallt ganz schön von oben. Was bin ich froh, dass ich meine Kappe als Sonnenschutz aufhabe. Dann geht es über Feldwege, über kleinere Brücken, die Anstiege hierzu machen mir richtig zu schaffen.

Was den Verlauf der Strecke anbetrifft, habe ich überhaupt keine Orientierung mehr. Sieht irgendwie alles gleich aus. Ich bemühe mich mein Tempo zu halten. Leider ist in meiner Nähe keiner, der mein Tempo läuft. Bei km Stand 5 zeigt mir die Uhr, dass ich deutlich langsamer geworden bin.

Da kommt von hinten Uschi vom Running Team Bad Ems bei ca. 7 km an mir vorbei. Wir haben bereits vor 3 Jahren uns in einer Gruppe auf den 1. Mittelrhein-Marathon vorbereitet. Zuerst habe ich Probleme an ihr dranzubleiben, je näher aber das Ziel kommt, um so besser läuft es. Ich versuche möglichst locker zu bleiben, um nicht total abgekämpft zum „Foto Shooting“ das Ziel zu erscheinen. Leider vergesse ich im Ziel wieder die Uhr zu drücken, schätze meine Zeit auf ca. 55 Min, was sich nachher auch bestätigt.

Umziehen, Startnummer mit Chip abgeben, dann zur Tombola. Antje kommt mir entgegen. Sie hat einen Malkasten. Nicht schlecht. Kann sie brauchen für ihre Kids. Auf einem Tisch liegen alle möglichen Sachen mit Nummern versehen. Halbherzig betrachte ich die einzelnen Gegenstände. Ach da ist ja meine Nr. Eine Gürteltasche! Praktisch, kann man immer gebrauchen.

Dann schnell zum Ort der Begierde, der Kuchentheke! Ziel: Möglichst schnell die verlorenen Kalorien wieder zu sich nehmen. Dies fällt mir bei der Riesenauswahl nicht schwer. Die Sitzplätze im Innern der Schule reichen nicht aus. Draussen im Freien sind ebenfalls noch weitere Plätze. Bleibe wegen der Erkältungsgefahr aber lieber drinnen.

Resümee:
Als Trainings- und Vorbereitungslauf uneingeschränkt zu empfehlen. Nicht für Bestzeiten zu laufen. Wer gerne „ Irrgartenläufe“ liebt, kommt hier auf seine Kosten. Mir wurde nach dem Lauf mitgeteilt, dass es hier bei einigen Läufern und Walkern Probleme gab, den richtigen Weg einzuhalten. Ein Spitzenläufer soll sogar deswegen einen möglichen Sieg verpasst haben.

Das Startgeld ist relativ hoch im Vergleich zu anderen Volksläufen. Persönlich kann ich mich nicht beschweren. Als ich nach Hause kam, öffnete ich die vermeintliche Gürteltasche. Da war tatsächlich noch eine schicke Sportbrille drin. Somit hat sich die Angelegenheit für mich persönlich jedenfalls gelohnt.